Landwirtschaft muss neu gedacht werden

In Zeiten der Klimadebatte wird die Landwirtschaft – insbesondere die Tierhaltung – zunehmend kritisiert. Auf der einen Seite definitiv berechtigt, auf der anderen Seite aber zu Unrecht. Eine Tierhaltung, die artgerecht ist und zusätzlich noch CO2 im Boden speichert und damit der Klimaerwärmung entgegen wirkt ist möglich: mit ausschließlicher Weidehaltung, ohne Zufütterung von Getreide und Eiweißfutter, mit besonderem Fokus auf die Bodengesundheit und der mikrobiellen Vielfalt im Boden.

Wir arbeiten regenerativ und Boden aufbauend

Der Boden ist unser wertvollstes Hab und Gut. Mit einer regenerativen Bewirtschaftung wollen wir es dem Ökosystem des Bodens wieder ermöglichen sein Potential zu entfalten. Mit einer gut geplanten Beweidung möchten wir die Bodenbakterien und -pilze so gut wie möglich fördern und ernähren. Denn nur dann stellen diese Mikroorganismen den Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe zur Verfügung. Ein gesunder Boden führt zu gesunden Pflanzen, zu widerstandsfähigen Tieren und letztendlich auch zu gesunden Menschen.

Wir füttern nur Gras und Heu

Wiederkäuer haben die besondere Fähigkeit für uns Menschen unverdauliches Gras in Milch und Fleisch zu verwandeln. Aus diesem Grund halten wir unsere Schafe ganzjährig draußen auf der Weide und füttern kein Getreide und kein Eiweißfutter (Soja, Erbsen, Bohnen oder Ähnliches) zu. Nur als Melkstand-Leckerli gibt es eine Hand voll Haferflocken. Sonst ernähren sich unsere Schafe ausschließlich von den Gräsern und Kräutern, die sie auf der Weide finden. Das macht die Schafe gesund und sorgt für reichlich Omega-3-Fettsäuren in der Milch.

Unsere Schafe genießen ihre Mutter-Kind-Zeit

Schafmilch ist in erster Linie für die Lämmer da. Und weil sich niemand besser um ein Kind kümmern kann, als die eigene Mutter, lassen wir unsere Schafe ihre Lämmer selbst groß ziehen. Vom Tag der Geburt an sind Lämmer und Mütter zusammen in der Herde. Erst wenn die Lämmer mit etwa 6 bis 8 Wochen schon genügend Gräser fressen und die Milch nicht mehr zwingend benötigen, trennen wir sie und beginnen mit dem Melken.

Wir glauben, dass alle Lebensmittel ein „Terroir“ haben

Der Geschmack von Nahrungsmitteln wird entscheidend durch das komplexe Zusammenspiel von Boden, Klima und Mikroorganismen geprägt. Somit trägt jede Pflanze und jedes Tier den typischen und jahreszeitabhängigen Geschmack seiner Region in sich. Auch in unserer Schafmilch und unserem Lammfleisch spiegeln sich die Aromen der Landschaft, in der unsere Schafe leben. Und mit einer schonenden, handwerklichen Verarbeitung möchten wir diese individuellen Aromen unserer Region hervorheben. 

Damit ihr etwas Besonderes genießen könnt.